Ein Luftreiniger hat keinen Wirkungsradius. Er hat eine Strömung.
Er zieht Luft an einer Seite ein und gibt sie an einer anderen wieder ab.
Steht er falsch, saugt er genau die Luft an, die er gerade ausgeblasen hat.
Dann lÀuft das GerÀt auf hoher Stufe, und der Rest des Zimmers bleibt unbehandelt.
Auf einen Blick
- Abstand zur Wand: mindestens 30 cm auf der Ansaugseite
- Abstand zum Sitz- oder Schlafplatz: 1 bis 3 m
- Zielwert: 4 bis 5 Luftwechsel pro Stunde
- Voraussetzung: TĂŒr und Fenster geschlossen
- Zeitaufwand: unter 10 Minuten
Ein Luftreiniger arbeitet nur so gut, wie die Luft ihn erreicht
Freiraum zuerst: 30 Zentimeter rundum, nichts darĂŒber
Sehen Sie zuerst nach, wo Ihr Modell ansaugt.
Zylindrische GerÀte ziehen rundum an der MantelflÀche ein und blasen nach oben aus.
Flache GerĂ€te saugen an der RĂŒckseite an und geben die Luft nach vorn ab.
FĂŒr die zylindrische Bauform heiĂt das: frei stehend, mit Abstand nach allen Seiten.
FĂŒr die flache Bauform genĂŒgt Abstand nach hinten, aber der muss stimmen.
Mindestens 30 Zentimeter sind eine belastbare Faustregel. Die HandbĂŒcher nennen je nach Modell 15 bis 50 Zentimeter.
Frei bleiben muss auch der Auslass nach oben.
Eine Tischplatte oder ein Regalboden zwanzig Zentimeter darĂŒber lenkt den Luftstrom direkt zurĂŒck in die Ansaugung.
VorhÀnge sind der hÀufigste stille Fehler. Sie legen sich im Betrieb an das Gitter und drosseln den Durchsatz.
NÀhe schlÀgt Symmetrie: das GerÀt gehört dorthin, wo Sie atmen
Die Raummitte ist selten der beste Platz, und die entfernteste Ecke ist es nie.
Gereinigt wird zuerst die Luft in der NĂ€he des Auslasses.
Im Schlafzimmer bedeutet das ein bis drei Meter vom Kopfende, mit dem Auslass nicht direkt ins Gesicht gerichtet.
Im Wohnzimmer entsprechend neben dem Sessel, nicht hinter der TĂŒr.
Sind Pollen die Hauptsorge, stellen Sie das GerÀt zwischen Fenster und Sitzplatz.
Dann fĂ€ngt es ab, was beim LĂŒften hereinkommt, bevor es sich im Raum verteilt.
Bei KĂŒchendunst oder GerĂŒchen gilt das Gegenteil: so nah an die Quelle wie möglich.
Ein Luftreiniger reinigt nicht den Raum. Er reinigt die Luft, die an ihm vorbeikommt.
Die angegebene RaumgröĂe gilt fĂŒr einen geschlossenen Raum
Die Quadratmeterangabe auf dem Karton unterstellt geschlossene TĂŒren und Fenster.
Steht die TĂŒr zum Flur offen, arbeitet das GerĂ€t gegen das Volumen der halben Wohnung.
Die Zahl der Luftwechsel sinkt dabei genau in dem VerhÀltnis, in dem das Volumen wÀchst.
FĂŒr Allergiker gelten vier bis fĂŒnf Luftwechsel pro Stunde als Zielwert.
Ein GerÀt mit einer CADR von 300 Kubikmetern pro Stunde erreicht das in einem Raum von rund 25 Quadratmetern bei 2,5 Metern Höhe.
Bei geöffneter ZimmertĂŒr wird daraus schnell die HĂ€lfte.
LĂŒften Sie deshalb kurz und bewusst, und lassen Sie das GerĂ€t danach zehn Minuten auf hoher Stufe laufen.
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Vier PlÀtze, die Sie streichen können
Hinter dem Sofa. Die Ansaugung ist verdeckt, der Durchsatz bricht ein.
In der Zimmerecke. Zwei WĂ€nde statt einer, dazu ein Bereich mit ohnehin geringer Luftbewegung.
Direkt am dauerhaft geöffneten Fenster. Das GerĂ€t filtert dann vor allem die AuĂenluft, die ununterbrochen nachströmt.
Im Bad oder in der WaschkĂŒche. Hohe Luftfeuchte setzt dem HEPA-Filter zu und verkĂŒrzt seine Standzeit.
Ein letzter Punkt betrifft den Untergrund.
Auf hochflorigem Teppich wirbelt der Auslass Staub auf, den Sie eben erst aus der Luft geholt haben.
Eine feste Unterlage oder ein glatter Boden ist die bessere Wahl.
Innenraumluft und LĂŒftungsempfehlungen nachlesenOffizielle Seite â Umweltbundesamt â
